Blickwinkel Dresden - Erlebnispfad Äußere Neustadt

Station 4 - Wassertelefon

Sie gluckert und plätschert, sie rauscht und fließt still dahin – die Prießnitz. Am Ufer weist ein Hörrohr symbolisch darauf hin: Wo in der dicht bewohnten Stadt kann man sonst noch einem Bach lauschen? Der Name Prießnitz steht für Breza, das bedeutet Birke und kommt aus dem Slawischen. Sie legt auf 25,4 Kilometern durch den Heidewald ein Gefälle von 175 Metern zurück. An der Elbe hat sie unterhalb ihrer Mündung im Laufe der Zeit einen Uferbogen angeschwemmt. Auf ihm gründeten Slawen im Mittelalter eine Siedlung, die heutige Innere Neustadt.

Im Prießnitzgrund wachsen Dotterblume, Sonnentau und Sumpf-Schwertlilie. Eisvögel, Gimpel und Zaunkönige haben dort ihren Lebensraum. Bachforelle und Bachneunauge tummeln sich im Wasser. Das Bachbett trocknet im Sommer stellenweise aus oder erlebt Überflutungen. Beim Hochwasser 2002 staute die Elbe bis zum Kraszewski-Museum, in die Gärten und Höfe der Prießnitzstraße zurück.